Brand im Hohen Venn in Belgien: Luxemburgische Behörden verfolgen die Lage und geben Empfehlungen an die Bevölkerung (16.08.2026)

Aufgrund des derzeit andauernden Brandes im Hohen Venn im Osten Belgiens können Rauch sowie ein starker Brandgeruch in mehreren Teilen Luxemburgs wahrgenommen werden. Die Wetterbedingungen begünstigen die Ausbreitung der Rauchschwaden über das unmittelbar vom Brand betroffene Gebiet hinaus.

Um die Entwicklung der Lage und ihre möglichen Auswirkungen auf Luxemburg zu bewerten, trat heute Nachmittag eine interministerielle Bewertungszelle zusammen. Die luxemburgischen Behörden verfolgen die Situation aufmerksam in Abstimmung mit den betroffenen Partnern und stehen weiterhin in Kontakt mit den belgischen Behörden.

Zum jetzigen Zeitpunkt wurden keine erheblichen gesundheitlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung festgestellt. Dennoch kann die Exposition gegenüber Rauch zu Reizungen der Atemwege und zu Atembeschwerden führen, insbesondere bei empfindlichen Personen.

Die weitere Entwicklung der Situation in Luxemburg wird insbesondere von den Wetterbedingungen und der Windrichtung abhängen. Nach den aktuellen Prognosen wird der Wind ab dem Abend schrittweise aus nördlicher Richtung wehen, was die Ausbreitung der Rauchschwaden und die betroffenen Gebiete verändern könnte.

Empfehlungen an die Bevölkerung

Vorsorglich wird Einwohnerinnen und Einwohnern, die Rauch wahrnehmen oder sich durch die Gerüche beeinträchtigt fühlen, empfohlen:

  • Türen und Fenster ihrer Wohnung bzw. ihres Hauses geschlossen zu halten;
  • die Belastung durch Rauch möglichst zu begrenzen und bei starkem Geruch oder dichter Rauchentwicklung längere körperliche Aktivitäten im Freien zu vermeiden;
  • Lüftungs- oder Belüftungssysteme, die Außenluft zuführen, vorübergehend auszuschalten, wenn dadurch Rauch in die Wohnräume gelangen kann;
  • besonders auf gefährdete Personen zu achten, insbesondere auf Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen, schwangere Frauen sowie Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen;
  • die Informationen und Empfehlungen der luxemburgischen Behörden über die offiziellen Kommunikationskanäle zu verfolgen.

Sobald die Geruchsbelästigung oder die Rauchentwicklung nachgelassen hat, wird empfohlen, die Räume wieder zu lüften, sofern die äußeren Bedingungen dies zulassen. Die Beeinträchtigungen können je nach Entwicklung der Windverhältnisse auch zeitweise auftreten.

Diese Empfehlungen entsprechen insbesondere den Vorsichtsmaßnahmen, die von den belgischen Behörden in den von den Rauchschwaden betroffenen Gebieten kommuniziert wurden.

Überlasten Sie die Notrufdienste nicht

Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass das Auftreten von Brandgeruch infolge der Rauchschwaden des Brandes keinen Anruf bei den Notrufdiensten rechtfertigt, sofern keine unmittelbare Gefahr besteht.

Wenn Sie jedoch einen Brand, eine gefährliche Situation oder eine Person in Not feststellen, rufen Sie unverzüglich die Notrufnummer 112 an.

Die luxemburgischen Behörden beobachten die Situation sowie ihre mögliche Entwicklung in Luxemburg weiterhin aufmerksam. Neue Informationen oder Empfehlungen werden bei Bedarf über die offiziellen Kanäle bekannt gegeben.

Weitere Informationen:

APP Meng Loft; www.emwelt.lu; www.infocrise.lu; www.lu-alert.lu; www.meteolux.lu

Teilnehmende der interministeriellen Bewertungszelle:

Umweltamt; Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS); Gesundheitsdirektion; Hochkommissariat für den nationalen Schutz (HCPN); MeteoLux

Herausgegeben von: Interministerieller Bewertungsstab

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