Interministerieller Bewertungsstab: Brand im Hohen Venn (Hautes Fagnes) – derzeit günstige Bedingungen für Luxemburg (18.08.2026)

Der interministerielle Bewertungsstab ist heute erneut zusammengetreten. Er hat die neuesten verfügbaren Informationen zum Brand im Hohen Venn (Hautes Fagnes) in Belgien und zu dessen möglichen Auswirkungen auf Luxemburg bewertet.

Angesichts der Entwicklung der Wetterbedingungen entwickelt sich die Lage hinsichtlich der Auswirkungen des Rauchs auf Luxemburg günstig.

Entwicklung der Wetterlage

Die neuesten Vorhersagen bestätigen eine günstige Entwicklung für Luxemburg. Der Wind hat auf West bis Südwest gedreht, und den Vorhersagen zufolge dürfte diese Wetterlage bis Freitag anhalten. Diese Wetterlage dürfte den Transport von Rauch und Feinstaub nach Luxemburg erheblich begrenzen und damit deren Auswirkungen auf die Luftqualität im Großherzogtum verringern.

Luftqualität

Die derzeit in Luxemburg gemessenen Werte bleiben niedrig, liegen jedoch weiterhin leicht über den üblicherweise gemessenen Werten. Den aktuellen Vorhersagen zufolge dürfte diese Situation in den kommenden drei Tagen anhalten.

Obwohl gestern an einer Messstation noch eine PM10-Tageskonzentration von über 50 µg/m³ gemessen wurde, ist dieses Ergebnis hauptsächlich auf eine Phase höherer Konzentrationen während der Nacht zurückzuführen. Seit gestern Nachmittag hat sich die Lage deutlich verbessert, und die gemessenen Konzentrationen sind auf einem zufriedenstellenden Niveau geblieben.

Anhand der auf emwelt.lu verfügbaren Stundenwerte lässt sich die Entwicklung der Konzentrationen zudem genauer verfolgen.

Vorsichtsmaßnahmen weiterhin beachten

Angesichts der neuesten verfügbaren Informationen werden zum jetzigen Zeitpunkt keine zusätzlichen Maßnahmen für erforderlich gehalten.

Personen, die Rauch wahrnehmen oder sich durch Brandgeruch beeinträchtigt fühlen, können dennoch weiterhin folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:

  1. Türen und Fenster geschlossen halten;
  2. die Belastung durch Rauch so weit wie möglich begrenzen;
  3. bei starkem Rauch oder Brandgeruch längere körperliche Aktivitäten im Freien vermeiden;
  4. gegebenenfalls berufliche Tätigkeiten, die mit starker körperlicher Anstrengung verbunden sind, bei starkem Rauch oder Brandgeruch einschränken;
  5. Lüftungsanlagen, die Außenluft zuführen, bei Bedarf vorübergehend ausschalten;
  6. besonders auf gefährdete Personen achten, insbesondere auf Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen;
  7. die Informationen und Empfehlungen der Luxemburger Behörden über die offiziellen Kanäle verfolgen.

Die Luxemburger Behörden verfolgen die Entwicklung der Lage sowie ihre möglichen Auswirkungen auf Luxemburg weiterhin aufmerksam. Neue Informationen oder Empfehlungen werden bei Bedarf über die offiziellen Kanäle bekannt gegeben.

Weitere Informationen

Aktuelle Messwerte zur Luftqualität
App „Meng Loft“
emwelt.lu
infocrise.lu
lu-alert.lu
meteolux.lu

Teilnehmende Behörden:

Umweltamt; Luxemburger Veterinär- und Lebensmittelverwaltung (ALVA); Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS); Gesundheitsbehörde; Hochkommissariat für nationale Sicherheit (HCPN); Gewerbe- und Grubenaufsichtsamt (ITM); MeteoLux; Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend.

Pressemitteilung des interministeriellen Bewertungsstabs

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